Freitag, 29. Mai 2009

Kann man Pflanzen gegen Krankheitserreger impfen?

Menschen haben Antikörper. Pflanzen nicht. Trotzdem ist seit langem bekannt, dass Pflanzen eine Art Immunsystem besitzen. Sie wehren sich gegen Pilz- und Bakterienbefall und entwickeln sogar Resistenzen. Forscher der Rheinisch-westfälischen Technischen Hochschule Aachen haben jetzt entschlüsselt, wie genau diese Pflanzenimmunität funktioniert. Ihre Forschungsergebnisse sind im Fachjournal The Plant Cell (2009, Vol 21, p.944-953) veröffentlicht und könnten zur Entwicklung neuer krankheitsresistenter Pflanzen führen.

Versuchsobjekt ist eine Pflanze, die üblicherweise als Unkraut gilt: Die Ackerschmalwand (Arabidopsis thaliana). Sie ist ein dankbares Forschungsobjekt, weil ihr gesamter genetischer Schaltplan mit seinen ca. 30 000 Genen bekannt ist. Mit ihrer Hilfe wollten die Pflanzenforscher genauer verstehen, wie das Immunystem der Pflanzen die Abwehr gegen Krankheitsserreger organisiert. Wenn Pflanzen von einem Schaderreger (zum Beispiel einem Pilz oder einem Bakterium) angegriffen werden, so bauen sie nämlich Abwehrkräfte auf, die sie für einen späteren Angriff resistenter machen. Nun konnten die Aachener Molekularbiologen um Uwe Conrath nachweisen, dass die Pflanzen nach dem Priming, also einer Erstinfektion mit Krankheitsserregern, eine erhöhte Konzentration von bestimmten Eiweißen aufwiesen, den sogenannten Mitogen-Aktivierten Protein Kinasen (MAP-Kinase3 und MAP-Kinase 6). Via: biotechnologie.de

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